Üben üben üben – damit die Wirkung nicht verpufft

Alex hatte eine massive Lese-Rechtschreib-Schwäche – LRS. Er war ein sogenannter Legastheniker. Im Diktat schrieb er Fünfer und Sechser und er bekam auch Notenabzüge für seine schlechte Rechtschreibung in anderen Fächern. Hausaufgaben und erst recht das Lesen waren eine Qual. Für das Gymnasium reichten seine Noten daher am Ende der Grundschule nicht.

(Prof. Dr. Christa Kilian-hatz)

 

Höchste Perfektion wird natürlich meist nicht schon im Grundschulalter, sondern erst nach circa 10.000 Übungsstunden erlangt. Diese Beobachtung wurde in der berühmten „10.000-Stunden-Regel“ festgehalten. Dabei ist es einerlei, ob es sich um Spitzenleistungen etwa in Mathematik, in Musik oder im Sport handelt. Nur wer viel und lange trainiert, wird also mit Erfolg belohnt! Und selbst die ganz Erfolgreichen üben noch intensiv weiter, damit ihr Können nicht verloren geht. Dieses bewährte Erfolgsrezept würde auch sicher niemand bestreiten wollen. Nur durch ständige Wiederholungen lernt das Gehirn und kann neuronale Vernetzungen bilden. Erst über solche festen Vernetzungen können Informationen dann schnell und verlässlich abgerufen werden. Sicher, Talent hilft und damit geht das Lernen schneller! Doch die Ausbildung einer guten Vernetzung braucht vor allem Zeit und Übung! Die Wissenschaft ist sich darin längst einig, dass Lernerfolg zwar von vererbtem Talent, doch auch wesentlich vom Fleiß und der Dauer des Übens abhängt – je mehr geübt wird, umso höher ist der Erfolg.

 

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Was Eltern von einer Förderung erwarten und was ihnen am LOS gefällt

Eltern wurden für die LOS-Studie II zu ihrer Meinung befragt

 

 

 

Eltern von Kindern mit Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten stehen nicht nur vor der Frage, ob eine Förderung notwendig ist. Sie müssen auch klären, welche Förderung die beste für ihr Kind ist. Für die LOS-Studie II wurden 1420 Elternfragebögen anonym ausgewertet. Sie zeigen, warum LOS-Eltern ihre Kinder zu einer Förderung angemeldet haben und was ihnen am LOS gefällt.

 

 

 

 

(Quelle: LOS-Studie II)

 

33 Prozent der Eltern geben an, dass ihr Kind bei der Anmeldung im LOS eine schlechte Deutschnote hatte. Durchschnittlich liegt das Alter der LOS-Anfänger bei fast 12 Jahren und ihre Note bei 3,6. Was veranlasst Eltern außer der Deutschnote zur Entscheidung für die Förderung durch LOS?

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LRS-Therapie: Förderung in der Gruppe

Warum sich die LOS für die Gruppenförderung entschieden haben

Es ist ein Trugschluss, dass Einzel-unterricht die individuellen Bedürfnisse lese- und rechtschreibschwacher Kinder und Jugendlicher in höherem Maße berücksichtigt als Gruppenunterricht. Gruppenunterricht schafft aus sozialer und lernpsychologischer Sicht Rahmen-bedingungen, die Betroffenen helfen, sich im Alltag zurechtzufinden. Einzelunterricht kann das nicht leisten. (Sylvia Heesch)

 

 

 

Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben werden insbesondere in der Schule offenbar. Schüler mit Problemen im Schriftspracherwerb erleben im Kontext Schule täglich, dass sie in diesem Bereich anders sind als andere.

 

 

 

Eine pädagogische Therapie der Lese-Rechtschreib-Problematik sollte daher auch die Anforderungssituationen und Besonderheiten der Situation in der Schule berücksichtigen, mit der die Kinder und Jugendlichen zurechtkommen müssen. Schülerinnen und Schüler mit Problemen im Lesen bzw. Schreiben müssen auch lernen, in der Schule zurechtzukommen, sich zu konzentrieren, weniger ablenken zu lassen, im Team zu arbeiten und sich etwas zuzutrauen – vor den Augen und Ohren der anderen Schüler und vor denen des Lehrers. Die meisten Kinder und Jugendlichen mit LRS zweifeln an sich und ihren Fähigkeiten, wenn sie ins LOS kommen. Viele halten sich für dumm und sagen das auch deutlich.

 

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Jugendhilfeträger dürfen Förderung bei Legasthenie nicht für Eltern aussuchen

Eltern genießen Freiheit bei der Wahl der passenden Förderung

 

In bestimmten Fällen haben Kinder mit Legasthenie Anspruch darauf, dass der Jugendhilfeträger die Kosten für eine Therapie übernimmt. Das gilt als sogenannte Eingliederungshilfe nach § 35a SGB VIII. Diese wird Schülern gewährt, die die Legasthenie derart beeinträchtigt, dass ihre seelische Gesundheit für mindestens sechs Monate von der ihrer Altersgenossen abweicht, und deren Teilhabe am Leben in der Gesellschaft in Gefahr ist. Was viele nicht wissen: Jugendhilfeträger dürfen Anbieter einer Therapie nicht grundsätzlich ablehnen, weil sie nicht durch eine Vereinbarung über die Höhe der Kosten mit ihnen kooperieren.

 

 

 

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Verzweifelten Eltern und Kindern Mut machen

Ein Interview mit einer langjährigen LOS-Leiterin

 

Seit mehr als 25 Jahren arbeitet Kathrin Tantu als Leiterin des LOS Mannheim. In dieser Zeit hat sie viel erlebt. Sie kennt die Situation besorgter Eltern und entmutigter Kinder und kann sich gut in sie hineinversetzen. Im Interview erklärt sie, wie sie zu LOS gekommen ist und wie Lehrer verzweifelten Eltern und Kindern begegnen sollten. Sie erzählt von ihren Erfahrungen mit der LOS-Methode und gibt Tipps für Eltern, wie sie mit den Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten ihrer Kinder umgehen sollten.

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